Technische Unterschiede und außerschulische Aktivitäten an meiner französischen Austauschschule
In meinem dritten und letzten Bericht möchte ich gezielt auf die technischen Unterschiede sowie auf die außerschulischen Aktivitäten eingehen. In den vorherigen Berichten habe ich bereits über kulturelle Unterschiede und das französische Schulsystem im Allgemeinen berichtet. Abschließend möchte ich nun den Fokus darauf setzen, wie Technik im französischen Schulalltag eingesetzt wird und welche außerschulischen Aktivitäten es an meiner Gastschule gab.
Der größte Unterschied fiel mir im Bereich der digitalen Ausstattung auf. Im Gegensatz zu unserer Schule sind am Lycée in La Baule keine iPads oder Tablets erlaubt, sodass überwiegend auf Papier geschrieben wird. Trotzdem spielt Technik eine wichtige Rolle. In jedem Fachraum (Chemie, Physik, Biologie) stehen Computer zur Verfügung, die regelmäßig im Unterricht benutzt werden. Während meiner Zeit dort haben die Schülerinnen und Schüler darauf überwiegend Versuchsprotokolle angelegt. Zusätzlich gab es an der Schule vier weitere Computerräume, die von allen Klassen genutzt werden konnten, beispielsweise für Recherchen oder Präsentationen.
Außerhalb des Unterrichts war das schulische Angebot sehr vielseitig. Es gab mehrere Arbeitsgemeinschaften, an denen die Schülerinnen und Schüler teilnehmen konnten. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die „Radio-AG“, da es an der Schule ein eigenes Studio gab, in dem Beiträge aufgenommen werden konnten. Zweimal pro Woche wurden sportliche Aktivitäten wie Volleyball und Klettern angeboten, unter anderem mit einem Volleyballturnier als Highlight. Darüber hinaus gab es eine Theaterklasse, einen Matheclub, eine Band und einen Chor.
Während meiner Zeit dort fanden für meine Stufe keine Exkursionen statt, die Abschlussklasse nahm jedoch regelmäßig an Informationstagen und Exkursionen rund um ihre Leistungsfächer und die spätere Berufswahl teil. Für meine Stufe fand allerdings ein Vortrag über Zellkrankheiten und den aktuellen Forschungsstand statt, wofür eine Biologin an die Schule kam.
Abschließend kann ich sagen, dass der dreimonatige Auslandsaufenthalt in La Baule eine sehr bereichernde Erfahrung für mich war, da ich nicht nur meine sprachlichen Fähigkeiten verbessern, sondern auch viele kulturelle Eindrücke sammeln und wertvolle persönliche Erfahrungen machen konnte. Durch den Alltag in einem anderen Land habe ich gelernt, selbstständiger und offener zu werden. Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort werden mir noch lange in Erinnerung bleiben, und ich bin sehr froh über die Möglichkeit, die ich dank Erasmus+ hatte.



